das macht glücklich Kann Spuren von Sternen enthalten

Rezension von „EHRE“ ELIF SHAFAK

Der Verlag sagt: Zwei Zwillingsschwestern – die eine in London, die andere in einem kleinen kurdischen Dorf. Pembe und Jamila verbindet eine tiefe Liebe, und beide kämpfen sie gegen die Widrigkeiten des Lebens. Während Jamila in der Türkei als Hebamme hart arbeiten muss, wird von Pembe in London als Mutter dreier Kinder ein fester Charakter gefordert. Als Pembes Mann sie verlässt, ihre Kinder eigene Wege gehen und sie selbst eine neue Bekanntschaft macht, wird eine Kette von Ereignissen ausgelöst, an deren Ende ein erschütternder Mord steht.

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PEMBE HOFFT. PEMBE  bedeutet ROSAROT. LONDON, der neue Sitz der Familie, das Tor zur neuen Welt, nach Istanbul.  Doch als  sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern von Istanbul nach London zieht, zerbricht die Familie in dieser neuen Welt, die  weder den Ansprüchen ihrer alten noch der neuen Kultur gerecht zu werden scheint. Bis sich PEMBE verliebt, in ELIAS, den Mann, der rosarote Wolken in ihren Kopf zaubert in der Stadt des Smogs.

In der Heimat zurück gelassen hat Pembe ihre Zwillingsschwester Jamila, die als Hebamme  ein einsames Dasein fristet. Ihr Name bedeutet GENUG SCHÖNHEIT.  JAMILA ist ihrer Zwillingsschwester intuitiv verbunden und sie spürt, dass sich mit der neuen Bekanntschaft Pembes ein schreckliches Unheil anbahnt, und sie entschließt sich zu einer folgenschwereren Reise nach London.

Das Buch ist sehr poetisch geschrieben und erzählt eine starke Geschichte, die berührt, einem sehr nahe geht, kraftvoll und stark. Schon die Widmung zeigt auf, dass es ein hartes Buch ist, ein Buch, welches über Menschlichkeit und Loyalität den Andersartigen dieser Welt berichtet.

 

„Als ich sieben Jahre alt war, wohnten wir in einem grünen Haus. Ein Nachbar von uns, ein tüchtiger Schneider, schlug oft seine Frau. Abend für Abend hörten wir das Geschrei, das Schluchzen, die Flüche. Am nächsten Morgen machten wir weiter im alten Trott. Alle Nachbarn taten, als hätten sie nichts gehört und nichts gesehen.

Dieser Roman ist denen gewidmet, die hören und sehen.“

So ist die Ehrenmordthematik hier eingebettet in eine wirklich berührende Geschichte von zwei Zwillingsschwestern, die trotz unterschiedlicher Lebensentwürfe stark miteinander verbunden sind und ihrem Schicksal nicht kampflos ausweichen.

Gewöhnungsbedürftig beim Lesen sind die Zeitsprünge und Überblendungen, die das Buch aber auch lebendig machen. Sie fordern dennoch eine gewisse Konzentration von der Leserschaft.

Die Autorin gewährt einen guten Einblick in die türkisch/kurdische Kultur und schafft auch Verständnis für gewisse Regeln, Bräuche und Rituale.

 

Das Buch beginnt mit dem eigentlichen Ende der Geschichte, welches einen EHREnmord zum Inhalt hat, was einen sofort neugierig macht und man möchte wissen, wie es zur der Tat kam und was die Schwester des Täters so zwiegespalten zurücklässt:

„Ich habe oft daran gedacht, ihn zu töten. Ich habe ausgeklügelte Pläne geschmiedet, in denen Pistolen, Gift oder, am allerbesten, ein Schnappmesser vorkamen – eine symbolische Gerechtigkeit gewissermaßen. Ich habe auch daran gedacht, ihm aus ganzem Herzen zu verzeihen. Letztlich habe ich beides nicht geschafft.“
(Buchauszug, Seite 11)

 

LESEEMPFEHLUNG!

 

 

 

 

 

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ERSCHIENEN IM KEIN & ABER VERLAG.

 

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