Die Kunst, im Hier und Jetzt zu leben von Hiekyoung Blanz – Rezension

Die Kunst, im Hier und Jetzt zu leben von Hiekyoung Blanz: Buchcover

Werbung ohne Bezahlung: Dieser Beitrag enthält Werbung, da mir „Die Kunst, im Hier und Jetzt zu leben“ vom Mankau Verlag als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Wann war man eigentlich zuletzt wirklich da? Nicht bei der nächsten Aufgabe, beim nächsten Termin oder gedanklich schon beim morgigen Tag. Sondern einfach: hier. Genau darum geht es in diesem Buch. Hier ist meine Rezension zu „Die Kunst, im Hier und Jetzt zu leben“.

Titel: Die Kunst, im Hier und Jetzt zu leben
Autorin: Hiekyoung Blanz
Verlag: Mankau
Umfang: 207 Seiten
Preis: 20 Euro

Kein weiterer Achtsamkeitsratgeber

Und nein, das ist nicht einfach der nächste Ratgeber, der erklärt, man müsse nur ein bisschen achtsamer sein, morgens meditieren und anschließend tiefenentspannt durch einen normalen Dienstag schweben.

Hiekyoung Blanz setzt an einer anderen Stelle an: beim Körper. Mit ihrem Ansatz IntuiMotion® verbindet sie Körperwahrnehmung, freie Bewegung und Stille. Dabei geht es weniger darum, etwas intellektuell zu verstehen, als darum, sich selbst wieder wahrzunehmen und Erfahrungen tatsächlich zu machen. Die Autorin kommt aus dem zeitgenössischen Tanz und der Improvisation und beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, wie Menschen über ihren Körper wieder stärker in Kontakt mit sich selbst kommen können.

Die Erfahrungsräume in „Die Kunst, im Hier und Jetzt zu leben“

Besonders schön finde ich die kleinen „Erfahrungsräume“ im Buch. Ein Atemzug. Das eigene Gewicht wahrnehmen. Kurz innehalten. Eine Bewegung zulassen. Nichts davon verlangt ein neues Lebenskonzept oder täglich eine zusätzliche Stunde im ohnehin schon vollgestopften Kalender.

Vielleicht liegt genau darin die Stärke dieses Buches: Es macht aus dem Hier und Jetzt kein weiteres Projekt, das möglichst erfolgreich erledigt werden soll. Denn gerade wenn man viel funktioniert, organisiert, denkt und für andere da ist, verliert man erstaunlich leicht den Kontakt dazu, wie es einem eigentlich gerade geht.

Fazit

„Die Kunst, im Hier und Jetzt zu leben“ lädt dazu ein, diesen Kontakt wieder aufzunehmen. Nicht durch Selbstoptimierung, sondern über Wahrnehmung. Nicht irgendwann, wenn endlich alles erledigt ist. Sondern jetzt.

Ein ruhiges, ungewöhnlich körperliches Buch über Selbstwahrnehmung, Präsenz und die ziemlich schwierige Kunst, nicht ständig schon drei Gedanken weiter zu sein.

Vielen Dank an den Mankau Verlag für das Rezensionsexemplar.

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