
Wildboden Rezension
Werbung: Dieser Beitrag enthält Werbung, da mir der Insel Verlag „Wildboden“ als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung ist davon unabhängig und spiegelt meinen persönlichen Eindruck wider.
Titel: Wildboden
Autor: Constantin Lieb
Verlag: Insel Verlag
Format: Roman, 240 Seiten
Davos, 1936. Auf dem Wildboden bei Frauenkirch leben der Maler Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling im Schweizer Exil – weit weg von Berlin und doch nicht weit genug. Die Wildboden Rezension blickt auf einen Roman, der den Blick auf die Frau an Kirchners Seite lenkt.
Worum es in „Wildboden“ geht
Aus Deutschland wächst die Bedrohung, und Kirchner kämpft mit seinen Dämonen und dem Morphium. Constantin Lieb erzählt in seinem Debüt von Kirchner und Erna Schilling in ihren letzten gemeinsamen Jahren in den Bergen.
Wildboden Rezension: Was mich reizt
Was mich an diesem Roman reizt, ist der Blickwinkel: nicht das Künstlerdenkmal, sondern die Frau an seiner Seite. Wie lebt man neben einem Menschen, der sich selbst zerstört? Und wer ist man noch, wenn der Mensch fehlt, um den das eigene Leben jahrelang gekreist ist? Erna muss sich am Ende neu erfinden und für ihre eigene Zukunft kämpfen.
Das Cover mit seinen harten Farbflächen und Schatten erinnert mich fast an Kirchners eigene Bilder. Ich habe es sofort auf meinen Holztisch gelegt.
Für wen „Wildboden“ interessant ist
Der Roman richtet sich an alle, die Künstlerbiografien gern aus einem ungewohnten Blickwinkel lesen. Statt um das Genie selbst geht es um die Frau an seiner Seite, die mit seinen Abgründen lebt und am Ende für ihre eigene Zukunft kämpfen muss. Auch die Kulisse macht neugierig: das Schweizer Exil bei Davos im Jahr 1936, mit der wachsenden Bedrohung aus Deutschland im Rücken.
Wer Romane über Nähe, Selbstbehauptung und die Frage mag, wer man ist, wenn der wichtigste Mensch im eigenen Leben fehlt, findet hier einen vielversprechenden Einstieg.
Fazit zu „Wildboden“
Ein Roman, der den Schatten eines großen Künstlers verlässt und nach der Frau fragt, die neben ihm gelebt hat.
Vielen Dank an den Insel Verlag für dieses Buch.
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