My Meno Mind von Sandra Tschöpe – Rezension

My Meno Mind von Sandra Tschöpe: Buchcover

Werbung: Dieser Beitrag enthält Werbung, da mir „My Meno Mind“ vom Kösel-Verlag über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung ist davon unabhängig und spiegelt meinen persönlichen Eindruck wider.

Ich bin nicht schwierig. Mein Östrogen hat nur andere Pläne. Frauen sollen funktionieren, Karriere machen, Beziehungen pflegen, attraktiv bleiben und dabei bitte nicht unangenehm auffallen. Und wenn sich irgendwann die Hormone verabschieden, sollen sie das möglichst diskret erledigen. Vielleicht mit einem Fächer und einem verschämten Lächeln. Ich hätte da ein paar Einwände. Hier ist meine My Meno Mind Rezension.

Titel: My Meno Mind
Autorin: Sandra Tschöpe
Verlag: Kösel-Verlag

Worum es in „My Meno Mind“ geht

Sandra Tschöpe beschäftigt sich in „My Meno Mind“ mit einer Seite der Wechseljahre, die lange im Schatten der Hitzewallungen stand: unserer Psyche.

Denn es ist nicht unbedingt die nächtliche Schweißattacke, die einen an der eigenen Zurechnungsfähigkeit zweifeln lässt. Es sind diese Momente, in denen man plötzlich weinen könnte. Oder jemanden anschreien. Oder beides. Und fünf Minuten später fragt man sich, was eigentlich los war.

Nicht nur die hormonelle Brille: meine My Meno Mind Rezension

Tschöpe ist Psychotherapeutin und betrachtet die Wechseljahre nicht ausschließlich durch die hormonelle Brille. Sie beschäftigt sich mit Ängsten, Selbstzweifeln, Stimmungsschwankungen und den Erwartungen, die Frauen an sich selbst stellen. Übungen, psychologische Impulse und Fallbeispiele sollen helfen, die eigenen Reaktionen besser zu verstehen und freundlicher mit sich selbst umzugehen.

Wichtig finde ich: Nicht jede Frau erlebt diese Phase gleich. Und nicht jede psychische Belastung ist automatisch hormonell bedingt. Aber genauso wenig sollten Beschwerden mit einem Schulterzucken abgetan werden, nur weil Frauen älter werden.

Mich ärgert, wie häufig diese Lebensphase noch als weibliches Verfallsdatum behandelt wird. Als müsste man sich entschuldigen, dass der Körper beschlossen hat, sein Programm zu ändern.

Fazit zu „My Meno Mind“

Wir brauchen nicht noch mehr Anleitungen, wie Frauen trotz Wechseljahren möglichst unauffällig bleiben. Wir brauchen Wissen, Verständnis und medizinische Unterstützung, wenn sie nötig ist. Und vielleicht dürfen wir mit fünfzig endlich anfangen, uns selbst wichtiger zu nehmen als die Erwartungen anderer.

Ein Buch über unser Innenleben und darüber, warum wir es ernster nehmen sollten.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Kösel-Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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