Suchtrisiko ADHS – Wenn das Gehirn nicht anders kann von Gaby Guzek und Lisa Guzek
Inhalt:
Sucht verändert nicht nur das Leben der Betroffenen. Sie verändert ganze Familien. Genau diesen Blick nimmt „Suchtrisiko ADHS – Wenn das Gehirn nicht anders kann“ von Heyne K., Gaby Guzek und Lisa Guzek ein und widmet sich einem Zusammenhang, über den meiner Meinung nach noch immer viel zu wenig gesprochen wird.
Menschen mit ADHS haben ein erhöhtes Risiko, eine Abhängigkeit zu entwickeln. Das Buch erklärt, warum das so ist und welche Rolle dabei unter anderem Impulsivität, die Suche nach Stimulation, Schwierigkeiten mit der Selbstregulation und der Umgang mit belastenden Gefühlen spielen können. Dabei geht es nicht nur um Alkohol oder illegale Drogen, sondern grundsätzlich um die Mechanismen, die hinter Suchtverhalten stehen können.
Besonders wichtig finde ich den Perspektivwechsel: Sucht wird hier nicht als Charakterschwäche oder mangelnde Willenskraft betrachtet. Stattdessen wird verständlich erklärt, was im Gehirn geschieht und warum bestimmte Verhaltensweisen für Menschen mit ADHS besonders verlockend oder schwer zu kontrollieren sein können. Das nimmt dem Thema etwas von der moralischen Bewertung, die Betroffenen leider noch viel zu häufig begegnet.
Gleichzeitig richtet sich das Buch ausdrücklich auch an Eltern und Angehörige. Es zeigt, woran man problematische Entwicklungen erkennen kann, welche Schutzfaktoren wichtig sind und wie Unterstützung aussehen kann, ohne sich selbst dabei völlig zu verlieren. Ergänzt wird das Ganze durch einen Extra-Ratgeber zu Kindern mit ADHS.
Meine Meinung:
Trotz des ernsten Themas ist das Buch gut verständlich geschrieben und vermittelt viel Wissen, ohne in Fachsprache zu versinken. Für Betroffene ebenso interessant wie für Familien und alle, die beruflich mit ADHS oder Suchterkrankungen zu tun haben.
Fazit zu Suchtrisiko ADHS – Wenn das Gehirn nicht anders kann von Gaby Guzek und Lisa Guzek
Ein wichtiges Buch über einen Zusammenhang, bei dem Wissen tatsächlich helfen kann, früher hinzusehen, Zusammenhänge besser zu verstehen und Betroffenen mit weniger Vorurteilen zu begegnen.
Vielen Dank an das @team.bloggerportal und den @heyne.verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars. Meine Meinung bleibt selbstverständlich unabhängig.
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