
Werbung: Dieser Beitrag enthält Werbung, da mir der Schattauer Verlag (Klett-Cotta) „Tanz der inneren Kinder“ als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung ist davon unabhängig und spiegelt meinen persönlichen Eindruck wider.
Titel: Tanz der inneren Kinder
Autorin: Susanne Vömel
Verlag: Schattauer (Klett-Cotta)
Wir bringen nicht nur uns selbst mit in eine Beziehung. Unsichtbar sitzen dort auch unsere Erfahrungen, Verletzungen, Ängste und all das, was wir irgendwann über Nähe und Liebe gelernt haben, mit am Tisch. Genau diesen Gedanken greift Susanne Vömel in „Tanz der inneren Kinder“ auf – und plötzlich ergibt so manches Verhalten in Beziehungen erstaunlich viel Sinn.
Worum es in „Tanz der inneren Kinder“ geht
Warum reagieren wir auf bestimmte Situationen völlig überzogen? Weshalb brauchen manche Menschen besonders viel Nähe, während andere sich zurückziehen? Warum geraten Paare immer wieder in dieselben Konflikte, obwohl beide längst wissen, dass diese zu nichts führen?
Susanne Vömel zeigt, wie stark unsere frühen Bindungs- und Beziehungserfahrungen unser späteres Verhalten prägen. Wenn zwei Erwachsene eine Beziehung führen, begegnen sich eben nicht nur zwei vernünftige erwachsene Menschen. Da mischen auch zwei innere Kinder kräftig mit – inklusive alter Schutzmechanismen, Erwartungen und Verletzungen.
Meine Rezension zu Tanz der inneren Kinder
Was mir besonders gefällt: Das Buch bleibt nicht bei der Erkenntnis stehen, dass die Kindheit an allem schuld sei. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, die eigenen Muster zu erkennen und Verantwortung dafür zu übernehmen, wie wir heute mit ihnen umgehen. Veränderung ist möglich.
Die psychologischen Zusammenhänge werden verständlich und lebensnah erklärt, ohne Menschen oder Beziehungen vorschnell in Schubladen zu stecken. Beim Lesen entstehen immer wieder diese kleinen Aha-Momente, in denen man sich selbst oder vielleicht auch den Menschen an seiner Seite ein bisschen besser versteht.
Fazit zu Tanz der inneren Kinder
Für mich ein kluges, zugängliches Buch über Bindung, Partnerschaft und Selbsterkenntnis. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit der Einladung, genauer hinzuschauen: Was gehört wirklich ins Heute – und was schleppe ich eigentlich schon seit meiner Kindheit mit mir herum? Vielen Dank an den Schattauer Verlag und an Susanne Vömel für das Rezensionsexemplar.
Wenn dich das Thema Bindungsmuster und Beziehungsverhalten interessiert, schau doch auch mal in meine Rezension zu „Wer wir sind“ von Stefanie Stahl vorbei.
