
Beyoncé 100 Seiten Rezension
Werbung: Dieser Beitrag enthält Werbung, da mir der Reclam Verlag „beyoncé. 100 Seiten“ als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung ist davon unabhängig und spiegelt meinen persönlichen Eindruck wider.
Titel: beyoncé. 100 Seiten
Autor: André Boße
Verlag: Reclam
Beyoncé auf 100 Seiten? Das klingt zunächst ungefähr so machbar, wie ihre Karriere in drei Songs zusammenzufassen. André Boße nimmt die Herausforderung trotzdem an und schafft in seinem kleinen Band aus der Reclam-Reihe einen erstaunlich vielseitigen Blick auf eine Künstlerin, die längst weit mehr ist als ein Popstar.
Worum es in „beyoncé. 100 Seiten“ geht
Von Destiny’s Child über „Crazy in Love“ und „Lemonade“ bis hin zu „Cowboy Carter“ zeichnet Boße die Entwicklung einer Frau nach, die sich musikalisch immer wieder neu erfunden hat. Dabei geht es um R&B, Soul, Hip-Hop und Country, aber ebenso um Herkunft, Familie, Mode, Perfektion, Female Empowerment und die enorme kulturelle Bedeutung, die Beyoncé inzwischen besitzt.
Beyoncé 100 Seiten Rezension
Besonders interessant fand ich, dass das Buch nicht einfach Stationen einer erfolgreichen Karriere abhakt. Es zeigt vielmehr, wie konsequent Beyoncé ihre eigene künstlerische Identität aufgebaut und erweitert hat. Ihre Wurzeln in Houston, die Zeit mit Destiny’s Child, die Solokarriere, ihre Beziehung zu Jay-Z, die Beyhive und natürlich ihre spektakulären Erfolge gehören dazu. Gleichzeitig wird deutlich, wie eng ihre Musik mit Fragen nach weiblicher Selbstbestimmung, Schwarzer Identität und gesellschaftlichen Entwicklungen verbunden ist.
Ich mag diese 100-Seiten-Reihe gerade deshalb: Man bekommt kompakt unglaublich viele Informationen, ohne anschließend das Gefühl zu haben, ein musikwissenschaftliches Seminar absolviert zu haben. Auch wer Beyoncé bisher hauptsächlich über ihre großen Hits kennt, entdeckt hier einiges, das ihre Musik und ihre Entwicklung in einem neuen Zusammenhang erscheinen lässt.
Fazit zu beyoncé. 100 Seiten
Ein kurzweiliges, klug zusammengestelltes Porträt einer Künstlerin, die Popkultur nicht nur begleitet, sondern seit Jahrzehnten selbst prägt. Erstaunlicherweise passt ziemlich viel Beyoncé auf 100 Seiten. Vielen Dank an den Reclam Verlag für das Rezensionsexemplar.
Wenn du gern kompakte Musikbücher liest, schau doch auch mal in meine Rezension zu „U2. 100 Seiten“ von Birgit Fuß vorbei – ebenfalls ein Band aus der Reclam-Reihe 100 Seiten.
