Hinweis: Ich habe dieses Buch selbst gekauft. Der Beitrag enthält meine persönliche Meinung.
Bei manchen Reihen kehrt man wegen einer Figur zurück. Bei Annie Graham ist es bei mir zusätzlich dieses verlässliche Gefühl, dass hinter einer vollkommen normalen Tür vermutlich seit Jahrzehnten etwas ausgesprochen Unnormales wartet. Hier kommt meine Secrets of the Shadows Rezension.
Titel: Secrets of the Shadows
Autorin: Helen Phifer
Reihe: Annie Graham
Worum es in „Secrets of the Shadows“ geht
Der Band gehört zur Annie-Graham-Reihe und verbindet wieder Kriminalhandlung mit Übernatürlichem. Annie ist Polizistin, aber ihre Fälle halten sich nur bedingt an das, was sich in einem Polizeibericht vernünftig erklären ließe. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander, alte Geheimnisse weigern sich hartnäckig, begraben zu bleiben, und Häuser sind bei Phifer grundsätzlich keine Immobilien, denen ich nachts allein vertrauen würde.
Secrets of the Shadows Rezension: Krimi trifft Geistergeschichte
Was die Reihe für mich so unterhaltsam macht, ist genau diese Mischung. Ich bekomme einen Kriminalfall, Hinweise und Ermittlungen, gleichzeitig aber auch Geistergeschichte und Gothic-Atmosphäre. Phifer versucht gar nicht erst, das Übernatürliche am Ende als quietschende Wasserleitung zu entzaubern. Wer Annie Graham liest, akzeptiert ziemlich schnell: Geister gehören hier zur Arbeitsbeschreibung.
In diesem Band mochte ich besonders, wie stark die Vergangenheit in die Gegenwart hineinragt. Geheimnisse sind nicht einfach Hintergrundinformationen, die irgendwann bequem aufgelöst werden. Sie bestimmen, was Menschen tun, wovor sie Angst haben und welche Entscheidungen sie treffen. Dadurch entsteht Spannung nicht nur aus der Frage, was passiert ist, sondern auch daraus, wer mit den Folgen leben muss.
Fazit zu Secrets of the Shadows
Literarische Hochakrobatik suche ich in dieser Reihe nicht. Ich lese sie für Atmosphäre, Tempo, Annie und dieses wunderbar britische Gemisch aus Ermittlungsarbeit, alten Häusern, Familiengeheimnissen und Dingen, die besser nicht plötzlich im Schatten auftauchen sollten.
Und genau dafür funktioniert „Secrets of the Shadows“ für mich sehr gut. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man sich noch ein Kapitel erlaubt und anschließend feststellt, dass Mitternacht offenbar ohne vorherige Genehmigung stattgefunden hat.
