
Awesome People Club mit Susanna Giese
Everyone is welcome.
Im Awesome People Club geht es nicht um Reichweite, Perfektion oder Lautstärke.
Es geht um Menschen. Um Menschen, die etwas tragen.
Eine Haltung. Eine Idee. Eine Arbeit, die nicht nur sichtbar, sondern spürbar ist.
Der Awesome People Club ist ein Raum auf dunkelrot.de, in dem ich Künstler:innen, Kreative, Denker:innen und Macher:innen vorstelle, deren Tun berührt – leise oder klar, fragil oder kraftvoll, aber immer echt.
Menschen, bei denen nicht nur das Ergebnis zählt, sondern der Weg dorthin.
Hier geht es um Nähe statt Pose.
Um Tiefe statt Oberfläche.
Und um das Vertrauen, dass gute Arbeit nicht erklärt werden muss, um zu wirken.
Heute öffnet sich dieser Raum für Susanna Giese. Es gibt Kunst, die laut sein will. Die gesehen werden möchte, sofort, auf den ersten Blick.
Und es gibt Kunst, die leise arbeitet – die nicht ruft, sondern wartet. Die bleibt.
Susanna Giese gehört zu den Künstlerinnen, deren Arbeiten nicht erklären wollen. Sie stellen sich nicht aus. Sie öffnen einen Raum.
Ihre Figuren sprechen nicht – und sagen doch alles. Sie stehen, sie halten, sie umhüllen. Sie entstehen aus Nähe, aus wirklichen Begegnungen, aus Alltag, aus Brüchen. Aus einem genauen Hinsehen, das nichts festhalten will, sondern trägt.
Dieses Porträt ist eine Einladung, langsamer zu werden.
Und genauer.
Es ist ein Text über Kunst, die nicht dekoriert, sondern berührt.
Über eine Künstlerin, für die Humanität kein Thema, sondern Praxis ist.
Und über einen Menschen, der Kunst als Raum versteht – nicht als Produkt.
Kunstwerke
Manchmal weiß man nicht, wann man einem Werk zum ersten Mal begegnet ist.
Man weiß nur: Etwas darin hat sich festgesetzt.
Zart. Unaufdringlich. Und doch unausweichlich.
So kann ich gar nicht genau sagen, wann ich auf Susannas Werke gestoßen bin, aber etwas in ihnen hat mich sofort angesprochen, ich weiss auch bis heute nicht, was es genau war- das Zarte, welches durch den Malgrund der Butterbrotpapier noch durchscheinender wirkt, das Weiche, das Liebevolle, gepackt in so Poetisches in Kurzform, dass ich heulen könnte vor Freude und Glück und Sehnsucht nach soviel Schönheit! Was Susannas Arbeiten so besonders macht, ist nicht allein das Material.
Es ist die Haltung dahinter.
Butterbrotpapier, Buchtafeln, fragile Oberflächen – all das wirkt wie ein bewusstes Gegenüber zur Welt der glatten Bilder. Nichts ist hier laut. Nichts will beeindrucken.
Und genau darin liegt die Kraft.
Ihre Werke tragen Poesie in sich, aber keine süße.
Es ist eine Poesie, die weh tun darf. Die Sehnsucht kennt. Und Tiefe.
Eine Kunst, die man nicht „versteht“, sondern fühlt.
Kunst darf weiterziehen.
Sie darf ihren Ort wechseln, ohne ihre Würde zu verlieren. Wer Susannas Arbeiten mitnehmen möchte – in den eigenen Raum, in den eigenen Alltag – findet sie auch in ihrem Etsy-Shop.
👉 Susanna Giese auf Etsy:
https://www.etsy.com/de/shop/SusannaGiese
(feine Arbeiten aus Tusche, Öl, Wort & Material – ruhig, fragil, berührend)
Und weil Susanna ihre Wege transparent teilt, lohnt es sich ebenso, ihr auf Instagram zu folgen:
👉 https://www.instagram.com/susanna.giese.figurine/
Susannas Etsyshop
In ihrem Etsyshop kannst du wirklich feinstofflich- eingesponnenes aus Tusche, Öl, Worten und schwebeleichter Magie- und auch Butterbrottüten erwerben!!!! Ständig gibt es Neues zu entdecken und es lohnt sich, Susanna auf instagram zu folgen!!!!
Dort nennt sie sich auch susanna.giese.figurine und dieser englische Zusatz verrät, dass ihr eigentliches Metier das Schaffen von Skulpturen ist. So ist sie im englischen Sinne eine Sculptress, im Deutschen eine Bildhauerin, eine Wortbildhauerin ist sie sowieso!

Hinter jeder Arbeit steht ein Mensch.
Und manchmal ist es wichtig, diesem Menschen Raum zu geben – ohne Kommentar, ohne Deutung. Deswegen spricht Susanna jetzt selbst:
Susanna Giese
Ich bin Susanna, ich lebe in Süddeutschland und arbeite als Künstlerin in meinem Atelier. Ein Teil meiner Arbeit ist die Begleitung von Jugendlichen, die freiwillig zu mir kommen und hier einen ruhigen Ort finden. Meine Figuren entstehen aus Alltag, Nähe und wirklichen Begegnungen – das ist der Kern meiner Arbeit.
Ich bin nicht groß. Ich habe rote Haare. Ich habe Sommersprossen. Ich bin nicht groß. Ich habe zwei Schwestern. Ich habe Kinder. Ich bin oft umgezogen. Ich habe seit meiner Kindheit ADHS gepaart mit einer Form von Hochsensibilität. Kunst ist der Ort, an dem ich wirklich zu Hause bin.
Susanna beschreibt sich nicht über Titel.
Sie beschreibt sich über Leben.
Rote Haare. Sommersprossen. Bewegung. Kinder. Umzüge. ADHS. Hochsensibilität.
Und immer wieder Kunst als Ort, an dem alles zusammenfindet.
Es ist diese Ehrlichkeit, die sich auch in ihren Figuren zeigt.
Nichts wird geglättet. Nichts wird versteckt.
Verletzbarkeit darf sichtbar sein – nicht als Schwäche, sondern als Tiefe.

Das Getränk, was ich dir im Club reichen soll
Lakritztee
Dein Song, zu dem du dann auch ein wenig die Hüften schwingen würdest im Club
Kazim koyuncu- Yalnizligi anla
Beschreibe dich in drei #hashtags
#1000gefühleaufeinmal, #sogerneimleben, #fragilestärke,#kunstkosmos
Was inspiriert dich?
Mich inspiriert diese Mischung aus roher Wirklichkeit und leiser Magie. Ich schöpfe aus echten Menschen, aus ihren Brüchen, aus Nähe, aus Körpern, aus Geschichten, die nicht laut sind und trotzdem tief wirken. Und ich nähre mich aus meinem eigenen inneren Strom, der weiterfließt, selbst an Tagen, an denen ich müde bin.
Wer inspiriert dich?
Mich inspirieren Menschen, die ihre Verletzbarkeit nicht verstecken. Menschen, die Brüche tragen und trotzdem stehen. Menschen, die leise sind und trotzdem Kraft ausstrahlen. Menschen, die nicht perfekt wirken wollen, sondern echt. Genau solche Menschen berühren in mir etwas, weil ich darin Wahrheit erkenne, keine Pose.

Wofür brennt dein Herz?
Mein Herz brennt für Menschen, die ich wirklich sehe. Für meine Jugendlichen, weil ich in ihnen dieses rohe, ungefilterte Leben spüre und weil ich ihnen etwas gebe, was ihnen sonst kaum jemand gibt,leider.Sie haben keinen Platz in der Gesellschaft. . Und es brennt für die Menschen, die ich liebe, weil Nähe für mich keine Oberfläche ist, eher Wahrheit. Ich brenne für echte Verbindung – im Atelier, im Unterricht und in meinen Beziehungen.
Was ist deine Botschaft?
Meine Botschaft ist, dass ein Mensch mit Brüchen nicht kaputt ist. Dass Verletzbarkeit keine Schwäche ist, sondern Tiefe. Dass Kunst ein Raum ist, in dem man sich wiederfinden kann, ohne sich erklären zu müssen. Und dass Würde, Zartheit und Stärke gleichzeitig in mir und in meinen Figuren existieren dürfen.
Was sind deine Ziele?
Ich will mit meiner Arbeit Orte schaffen, die man nicht suchen muss, sondern in die man fällt. Orte, an denen man einfach sein kann, ohne Leistung, ohne Maske. Orte, die tragen – weil sie echt sind, warm, klar und frei von Lärm. Es geht mir nicht darum, die Welt zu erklären, sondern um Räume, in denen Menschen atmen können.
Was gibt dir dein Tun?
Mir gibt mein Tun Halt. Es erdet mich, selbst wenn ich innerlich flackere. Es gibt mir das Gefühl, dass das, was ich mache, wirklich etwas trägt – Menschen, Momente, mich selbst. Wenn ich arbeite, entsteht eine Klarheit, die ich im Alltag oft nicht habe. Ich fühle mich verbunden, sinnvoll, lebendig. Mein Tun gibt mir einen Ort, an dem ich ganz bin, ohne mich verstellen zu müssen.
Was ist anstrengend an deinem Schaffen, gibt es eine Schattenseite? Nachteile?
Der Schatten an meinem Tun ist, dass ich manchmal selbst fast verbrenne, weil ich so viel Raum geben möchte, mehr als ich eigentlich tragen kann. Ich fühle, wenn andere fallen, und ich halte mit – und genau das kostet Kraft, die ich nicht unendlich habe. Und ja, ein anderer Schatten ist, dass soziale Kunst kaum bezahlt wird. Ich investiere Herz, Zeit und Präsenz, während das System dafür kaum Wert zurückgibt. Das macht es manchmal schwer, obwohl ich genau weiß, warum ich es trotzdem mache.
Manche Grenzen haben einen Namen. Andere lernt man erst, wenn man ihnen zuhört.
Gibt es ein Markenzeichen, ein typisches Accessoire, Kleidungsstil, Logo, Produkt?
Mein Signature-Piece ist die umhüllte Figurine. Diese Form ist mein Markenzeichen. Menschen erkennen mich daran. Die Silhouette, die Hülle, die Haltung – das ist mein Logo in dreidimensional. Das ist mein Kleidungsstück als Marke, nur eben als Skulptur. Es sagt sofort „das bin ich“, ohne dass mein Name irgendwo stehen muss.
Gibt es etwas, was du hergestellt hast, gefunden hast, aufgezogen hast, entwickelt hast, usw. was du nie hergeben würdest?
Es gibt bei mir etwas, das ich nie wieder hergeben würde. Nicht weil es wertvoll aussieht, sondern weil es aus einer meiner eigenen Wunden entstanden ist und mich getragen hat, als nichts anderes gehalten hat. Diese frühen umhüllten Figuren, die meinen Anfang markieren, meinen Atem, meinen Ursprung – die gebe ich nicht weg. Das sind nicht einfach Werke, das ist meine eigene Haut.
Was enthält für dich Spuren von Sternen?
Für mich tragen Begegnungen Spuren von Sternen. Vor allem, wenn meine Jugendlichen – die sonst die Schule verweigern – freiwillig zu mir kommen. Ohne Druck, ohne Zwang. Wenn sie ausgerechnet mein Atelier wählen als Ort, an dem sie sein wollen. Diese freiwillige Präsenz, dieses leise „Ich komme trotzdem“ – das ist für mich eine Sternspur.

Und manchmal zeigen sich Sterne genau dort, wo jemand trotz allem bleibt.
Susanna lebt mit ME/CFS.
Eine Erkrankung, die leise ist – und genau deshalb oft übersehen wird.
Sie beschreibt ihr Leben damit als ein feines Austarieren: zuhören, bevor der Körper laut werden muss. Pausen nicht als Rückzug verstehen, sondern als Teil des Weges. Wenn sie gut mit ihren Kräften haushaltet, wenn sie ihren eigenen Rhythmus achtet, muss es nicht zwangsläufig schlimmer werden. Dieses Wissen begleitet sie – und trägt sie.
Auf Instagram macht Susanna ME/CFS sichtbar. Nicht erklärend, nicht anklagend, sondern klar und ruhig. Ihre Offenheit ist Teil ihrer Haltung: zu zeigen, dass Begrenzung kein Makel ist und Achtsamkeit eine Form von Stärke sein kann.
Wer sich weiter informieren möchte, findet hier verlässliche, offizielle Anlaufstellen:
Bundesministerium für Gesundheit – ME/CFS
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/gesundheitsgefahren/chronisches-fatigue-syndrom.html
Deutsche Gesellschaft für ME/CFS
https://www.mecfs.de
Charité Fatigue Centrum
https://cfc.charite.de
Was möchtest du noch sagen, hast du eine Botschaft?
Meine Botschaft ist, dass Kultur, Kunst und Humanität nur dann Sinn haben, wenn sie Menschen wirklich berühren. Kunst ist für mich kein Dekor und keine Flucht, sondern ein menschlicher Raum. Ein Ort, an dem Würde, Verletzbarkeit und Freiheit nebeneinander stehen dürfen.
Spirituell heißt für mich nicht abgehoben, sondern geerdet: im echten Kontakt, im Atem eines Menschen, in einer Begegnung, die freiwillig passiert. Kunst hat für mich einen humanitären Kern, weil sie Menschen wieder zu sich selbst zurückbringt – leise, ehrlich und ohne Masken.
Magst du mir 3 Empfehlungen geben? Seiten, Produkte, Menschen Quasi, wer ist für dich Awesome?
Ich würde sagen: Es gibt viele Menschen, deren Arbeit mich beeindruckt, und ich kann mich da nicht auf einen einzigen Namen festlegen. Inspiration kommt für mich aus verschiedenen Richtungen, nicht aus einer einzigen Quelle.
Wem soll ich Einlass gewähren?
Ich würde sagen: „Gib denen Einlass, bei denen für dich innerlich etwas stimmt. Menschen, bei denen der Ton, die Haltung und der Kern passen. Ich kann dir da keinen Namen nennen – du wirst die Richtigen selbst hören.

Der Awesome People Club lebt von Begegnungen.
Von Menschen, die bereit sind, etwas zu teilen – ihre Arbeit, ihre Haltung, ihre Sicht auf die Welt.
Danke, Susanna,
für deine Offenheit, deine Klarheit und deine Kunst.
Für Räume, die nicht bewerten, sondern halten.
Und für Arbeiten, die nicht laut sein müssen, um zu bleiben.
Der Awesome People Club wächst weiter.
Mit neuen Gästen, neuen Stimmen, neuen Perspektiven.
Menschen, die auf unterschiedliche Weise zeigen, was möglich ist, wenn Kunst, Humanität und Haltung zusammenkommen.
Everyone is welcome.
Und du bist eingeladen, wiederzukommen.
Wähle deine nächsten Schritte auf Dunkelrot
Ob nun zum Newsletter, mehr Über-mich oder direkt zu Dunkelrot.
Viel Spaß beim Entdecken deiner zukünftigen Lesereise und allen weiteren spannenden Themen hier auf meinem Blog!
Hat dir dieser Text einen Gedanken geschenkt?
Dann lade mich auf einen Kaffee ein –
☕ Unterstütze meine Arbeit auf Ko-fi
und hilf mir, DUNKELROT weiter blühen zu lassen.
