
Dino Moms von Naomi Wood
Inhalt:
Wer Kurzgeschichten liebt, die wehtun, wachrütteln und gleichzeitig messerscharf beobachtet sind, wird Dino Moms verschlingen. Naomi Woods Erzählungen sind kein sanfter Begleiter, sondern ein offenes Fenster, durch das ein ehrlicher Wind bläst – direkt hinein in die blinden Flecken moderner Elternschaft, Partnerschaft und weiblicher Wut.
Wood zeigt Frauen, die nicht mehr funktionieren wollen. Frauen, die Grenzen sprengen, Erwartungen verweigern und ihre „schlechte Energie“ – wie Lesley in der betrieblichen Therapiesitzung – endlich ernst nehmen. Jede Geschichte kippt einen Moment, der sonst im Alltag verschluckt wird, in grelles Licht: Ein Paar mit zwei kleinen Kindern dreht ein Sex-Tape, das mehr über Sehnsucht als über Mut erzählt.
Eine Frau erscheint auf der Hochzeit ihres Ex-Mannes, nicht um zu stören, sondern um sich selbst zurückzuholen. Deborah merkt, dass ein Haus keine Festung ist, egal wie sehr man es dafür hält.
Meine Meinung:
Diese Erzählungen sind kompromisslos. Bissig. Klug. Sie zeigen Mütter, Liebende, Verlassene und Überforderte mit all den Widersprüchen, die im echten Leben selten ausgesprochen werden. Wood schreibt ohne Zögern, ohne Glättung. Ihre Figuren dürfen falsch liegen, dürfen laut sein, dürfen versagen – und genau das macht sie so lebendig.
Stylistisch ist Dino Moms klar, pointiert und voller Energie. Es ist ein Buch über die dunklen Seiten der Fürsorge, über moralische Grauzonen, über das Scheitern an Rollenbildern und den Versuch, sich trotzdem zu behaupten. Jede Erzählung wirkt wie ein Schlaglicht, das für einen Moment alles sichtbar macht, was Frauen sonst wegdrücken, um weiterzumachen.
Fazit zu Dino Moms von Naomi Wood
Ein rebellischer, feministischer Band, der zeigt, wie viel Kraft in Ehrlichkeit steckt – und wie befreiend es sein kann, in einer Geschichte endlich jemanden zu finden, der genauso widersprüchlich ist wie man selbst.
Danke an @netgalleyde und @nagelundkimche / @harpercollins_de für das Rezensionsexemplar.
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