
Tiere von Gijs Wilbrink
In Tiere führt Gijs Wilbrink Leser:innen in eine Welt, in der Grenzen zwischen Mensch und Natur, Alltag und Instinkt, Erinnerung und Gegenwart verschwimmen.
Der Roman ist keine Tierfabel im klassischen Sinn, sondern eine erzählerische Auslotung dessen, wie sehr Tiere – als tatsächliche Lebewesen, als Metaphern und als Figuren in Geschichten – unser eigenes Verhalten und unsere Wahrnehmung spiegeln.
Einleitung:
Im Zentrum steht eine Ich-Erzählerin, die sich in einer Phase des Umbruchs befindet. Sie erlebt Begegnungen mit Tieren unterschiedlichster Art – Wildvögel, Haustiere, scheue Kreaturen am Rande der menschlichen Lebensräume – und reflektiert darüber, was diese Begegnungen mit ihr selbst machen. Tiere werden zu Wegbegleitern, zu Projektionen innerer Zustände und zu kritischen Spiegeln menschlicher Sehnsüchte und Ängste.
Inhaltlich:
Inhaltlich verbindet der Roman Beobachtung, Reflexion und erzählerische Intimität: Er beginnt mit scheinbar harmlosen Alltagsmomenten, in denen Tiere nur am Rande erscheinen, und weitet sich zu einem größeren Geflecht aus Beziehungsmustern, Verlust, Nähe und Fremdheit. Wilbrink beobachtet sehr genau – nicht nur Tiere in ihrem Verhalten, sondern auch die subtilen Parallelen zum menschlichen Dasein: Instinkte, Rituale, soziale Strukturen, Stillstand und Bewegung.
Meine Meinung:
Was dieses Buch stark macht, ist die poetische, klare Sprache. Sie verzichtet auf Effekte und schafft so ein intensives Leseerlebnis, das nachhallt: Die vermeintlichen Randerscheinungen werden zum Zentrum des Denkens, und am Ende fragt man sich, wer hier eigentlich wen beobachtet hat.
Fazit zu Tiere von Gijs Wilbrink
Tiere ist ein leises, präzises Buch über Wahrnehmung, Begegnung und das, was uns verbindet – Mensch und Tier, Innenwelt und Außenwelt, Erfahrung und Erinnerung.
Vielen Dank an @netgalleyde und den @ullsteinbuchverlage für das Rezensionsexemplar.
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