Station 9 von Naomi Williams – Rezension

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Station 9 Rezension: Cover des Psychothrillers von Naomi Williams

Werbung: Dieser Beitrag enthält Werbung, da mir „Station 9″ über das Bloggerportal als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Meine Meinung ist davon unabhängig und spiegelt meinen persönlichen Eindruck wider.

Eine Frau wird in einer psychiatrischen Einrichtung wach und kann sich an entscheidende Teile ihres Lebens nicht erinnern. Gleichzeitig steht eine Frage im Raum, die alles verändert: Ist sie Opfer, Zeugin – oder möglicherweise selbst Täterin? Hier ist meine Station 9 Rezension.

Titel: Station 9
Autorin: Naomi Williams
Verlag: Goldmann

Worum es in „Station 9″ geht

Damit setzt Naomi Williams einen wirkungsvollen Haken. Denn wenn die Hauptfigur ihrer eigenen Erinnerung nicht trauen kann, fehlt auch mir beim Lesen der feste Boden. Jede neue Information könnte ein Puzzleteil sein. Oder genau das Gegenteil.

Psychothriller arbeiten gern mit unzuverlässiger Wahrnehmung und Gedächtnislücken. Hier passt dieses Prinzip unmittelbar zum Schauplatz. Die geschlossene Umgebung verstärkt das Gefühl, dass Informationen kontrolliert werden. Gespräche bekommen mehrere Bedeutungen, Erinnerungsfetzen wirken verdächtig und selbst vermeintliche Gewissheiten halten nicht lange.

Erinnerung als Rätsel: meine Station 9 Rezension

Was mich angetrieben hat, war nicht nur die Frage nach einem möglichen Verbrechen. Spannender ist, wie sich das Bild der Patientin verändert. Was weiß sie wirklich? Was wurde ihr erzählt? Welche Erinnerungen sind verlässlich? Und was passiert, wenn die eigene Vergangenheit nicht mehr als Orientierung zur Verfügung steht?

Williams hält das Tempo hoch und setzt auf Verdachtsmomente und neue Informationen. Das ist kein Roman, bei dem ich mich lange in Landschaftsbeschreibungen verlieren möchte. Ich will wissen, was passiert ist. Genau dieses Bedürfnis nutzt das Buch geschickt.

Bei einem Psychothriller dieser Art gehört Misstrauen zur Grundausstattung. Nach einigen Kapiteln verdächtigt man vorsichtshalber praktisch jeden Menschen, der einen vollständigen Satz spricht. Das Genre hat uns offenbar zu reizenden Zeitgenossen erzogen.

Fazit zu „Station 9″

„Station 9″ funktioniert für mich besonders gut, wenn man Thriller mag, bei denen Erinnerung selbst zum Rätsel wird. Die Ausgangslage ist klaustrophobisch, die Perspektive unsicher und die zentrale Frage bleibt lange genug offen, um „nur noch ein Kapitel“ mehrfach ausgesprochen schlecht altern zu lassen.

Vielen Dank an das Team vom Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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