Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter
Gastrezi von Sibille
In dieser Rezension wird das Buch Drei Tage im Schnee von Ina Bhatter vorgestellt.
Verlag: Kiepenheuer & Witsch (Kiwi Verlag)
Autorin: Ina Bhatter
#selbstgekauft #hörbuch
Einleitung:
Es gibt Bücher, die man liest, und Bücher, die einen im Nachgang beschäftigen. „3 Tage im Schnee“ von Ina Bhatter gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Eine Geschichte, die sich anfühlt wie ein Winterspaziergang – kalt, klar und mit jedem Schritt eindringlicher.
Die Autorin Ina Bhatter
Sie schreibt mit einer Präzision, die selten geworden ist. Keine ausufernden Beschreibungen, kein überflüssiges Beiwerk. Sie erzählt, was erzählt werden muss, und lässt genau dort Raum, wo der Leser selbst denken darf. Man merkt: Hier schreibt jemand, der weiß, dass die Kraft einer Geschichte oft in dem liegt, was zwischen den Zeilen steht.
Inhalt:
Die Protagonistin Hannah – flieht vor ihrem Leben. Nicht dramatisch, nicht mit großem Getöse, sondern still und entschlossen. Sie fährt in die Berge und mietet sich in einer abgelegenen Hütte ein. Drei Tage hat sie sich gegeben. Drei Tage, um zur Ruhe zu kommen. Oder um eine Entscheidung zu treffen.
Sie trifft auf Sophie, ein Kind im roten Schneeanzug. Ein Mädchen, das jeden Moment bewusst auslebt. Beim Bau des Iglus, wie beim Kakaotrinken. Sophie lacht, plappert, ist vergnügt und kehrt immer alleine in ihr Zuhause zurück. Hannah darf das Mädchen nicht begleiten. Eine Freundschaft entsteht.
Hannah bemerkt, dass Sophie ihr etwas zurückgibt, was sie als längst verloren empfunden hat. Neugierde, Spaß, Freude. Kindliche Neugierde und das Wissen, dass alles gut ist. Sie denkt an sich selbst.
Bhatter erzählt von inneren Kämpfen, ohne pathetisch zu werden. Von Gefühlen, Beziehungen, die zerbrochen sind, ohne die Schuldfrage zu klären. Von der Frage, ob ein Neuanfang möglich ist, wenn man selbst noch nicht weiß, wer man eigentlich sein will.
Mein Fazit von 3 Tage im Schnee von Ina Bhatter
„3 Tage im Schnee“ ist keine leichte Lektüre für zwischendurch. Es ist ein Buch, das Stille braucht – und gibt. Bhatter traut sich, langsam zu erzählen, und gerade das macht die Geschichte so intensiv. Man liest nicht, um zu erfahren, wie es ausgeht. Man liest, um zu spüren. Oder in meinem Fall man hört zu, lauscht in sich hinein. Lässt nachklingen.
Für alle, die sich in ihrer eigenen Unruhe wiederfinden, die manchmal das Gefühl haben, neben sich selbst zu stehen – dieses Buch hält einen Spiegel hin. Nicht schmeichelhaft, aber ehrlich.
Und manchmal ist genau das, was wir brauchen. Ich fühlte mich von diesem Buch erkannt, sowohl in dem Erwachsenen-Ich, als auch in dem Kind.
Danke an Nora Schulte, die diesem Hörbuch ihre Stimme gegeben hat.
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