Rezension: Freudenberg- Carl-Christian Elze

Buchtitel Freudenberg
Buchtitel Freudenberg

Aufwühlende Gedanken kamen mir, während ich das Buch „Freudenberg“ von Carl-Christian Elze, erschienen bei @editionazur, verarbeitete. Es wurde mir von @netgalleyde zur Verfügung gestellt. Herzlichen DANK!


Zum Inhalt:

Der 17-jährige Freudenberg spricht nur gezwungenermaßen mit seiner Umwelt, fühlt sich fremd in ihr. Er hat Sehnsüchte, Phantasien, Träume – doch ihm fehlen die Worte, um sich verständlich zu machen. Also treffen andere die Entscheidungen für ihn. Während eines Familienurlaubs an der polnischen Ostseeküste bietet sich unverhofft die Chance, sein fremdbestimmtes Leben hinter sich zu lassen:

An einem verlassenen Strandabschnitt findet er den Leichnam eines Jungen, der von der Steilküste abgestürzt ist. Freudenberg vertauscht Kleidungsstücke, Brieftaschen und Ausweise, inszeniert seinen eigenen Tod und nimmt eine neue Identität an. Doch schon bald überfordert ihn die neu gewonnene Freiheit und er kehrt in die elterliche Kleinstadt zurück, wo man ihn gerade beerdigt hat.

Meine Meinung:

Das Buch hat mich gefordert. Der Twist am Ende war mir unbewusst bewusst. Diese unbewusste Bewusstheit oder das gekonnte Ignorieren, welches mein Gehirn beim Lesen vollzog, ist eine der Stärken des Buches. Der Charakter bleibt unnahbar. Er ist fremdbestimmt, kann sich nur durch vorgetäuschten Tod durch sein schon vorherbestimmtes Leben entziehen.

Und was macht man mit neu gewonnener Freiheit, wenn man nicht gelernt hat, frei zu sein? Man kehrt in seinen Käfig zurück. In den elterlichen Käfig, mit der vorgezeichneten Lebensplanung.

Die Geschichte hat mich sehr bewegt und lässt mich auch Tage später noch nicht los.

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