Rezension: Schnittbild von Anna Felnhofer

Schnittbild- preisgekröntes Debüt von Anna Felnhofer Buchcover

Dieses Buch benötigte mehrere Lesenanläufe! Es ist sprachlich ausgefeilt, die Wucht der Bilder trifft einen unvermutet!

ANNA FELNHOFER: Schnittbild (@luftschacht.verlag 2021) habe ich über @netgalley lesen dürfen. 

Zum INHALT:


„Silvester 2016. Fabjan sitzt mit seiner Leica am Fenster. Er blickt auf die vergangenen Monate zurück, in denen er mit einer Frau in ein Spiel geraten ist. Mit jedem Treffen wird er abhängiger von ihr, bis er am Ende überzeugt ist, nicht mehr ohne sie zu können. Frühling 1981. Ein fünfzehnjähriges Mädchen wird in die Psychiatrie eingewiesen, nachdem es versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Es vertraut sich einer Psychologin an. Aber ausgerechnet diese Person erweist sich als Falle für die junge Patientin. Sommer 2004. Erik ist zum ersten Mal, seit vor sieben Jahren seine Frau im Urlaub an der Adria verschwunden ist, auf dem Weg in eine Auszeit in den Kitzbühler Alpen. Doch dieser Aufenthalt wird zu einer Belastungsprobe. Herbst 2017. Eine Frau kann seit fünf Nächten nicht mehr schlafen. Sie wird verfolgt und sie weiß, dass es ihre früheren Fehltritte sind, die sie in diesem Herbst einholen.“

Anna Felnhofer erzählt in ihrem Prosadebüt Schnittbild mit großem Sprachgefühl von Begegnungen zwischen jeweils zwei Menschen, deren augenscheinlichste Gemeinsamkeit der Kontakt zu einer Frau ist, die als Therapeutin mit den Protagonisten in Berührung kommt. Sie ist es gewöhnt, eine Rolle zu spielen, und sie ist eine Meisterin darin; die vier Episoden setzen dort an, wo die Rolle der Therapeutin brüchig wird und wo Sprünge in einer sorgfältig komponierten Fassade allmählich ihr wahres Gesicht freilegen.


Meine Meinung: Milch, Mohn, Minze, Marzipan heissen die Kapitel oder Abschnitte des Buches, bei der  Therapeutin der Protagonisten laufen die Fäden der Geschichte zusammen, denn diese „Fälle“ sind in den über 30 Berufsjahren aufgetreten. Sinnlich, viel Intertextualität, Verweise und Zitate aus Kunst und Literatur (auch als Stilmittel eingesetzt) machen das Buch zu einer Art Schnitzeljagd und man muss sich wirklich konzentrieren. Die Autorin ist selbst Psychologin und seziert kühl Motive und auch Hilfsangebote. PERFIDE bis ins Mark! Das Buch hat mich sehr bewegt! Aber man benötigt Zeit und den Willen, sich darauf einzulassen!
4,5/5 Sternen

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