Patti Smith. 100 Seiten von Kersty und Sandra Grether – Rezension

9833ed3f3f7c412cb0a491e2efcf4667
Patti Smith 100 Seiten Rezension: Cover des Buches von Kersty und Sandra Grether, erschienen bei Reclam, auf Holztisch fotografiert

Werbung: Dieser Beitrag enthält Werbung, da mir der Reclam Verlag „Patti Smith. 100 Seiten“ als Rezensionsexemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung ist davon unabhängig und spiegelt meinen persönlichen Eindruck wider.

„Frederick“, „Dancing Barefoot“: Es gibt Songs von Patti Smith, die etwas ganz tief in mir berühren. Da ist diese Sehnsucht, diese Ehrlichkeit und gleichzeitig eine Traurigkeit, die sich kaum in Worte fassen lässt. Vielleicht ist es genau das, was Patti Smith für mich ausmacht: Sie singt nicht einfach über Gefühle. Sie legt sie frei. Umso gespannter war ich auf meine Patti Smith 100 Seiten Rezension.

Titel: Patti Smith. 100 Seiten
Autorinnen: Kersty Grether und Sandra Grether
Verlag: Reclam

Worum es in „Patti Smith. 100 Seiten“ geht

Patti Smith lässt sich ohnehin schlecht in eine Schublade stecken. Musikerin? Dichterin? Schriftstellerin? Punk-Ikone? Künstlerin? Am besten streicht man die Frage einfach und nimmt alles zusammen. Genau das machen Kersty und Sandra Grether in ihrem Band.

Die Reise beginnt lange vor dem legendären Album „Horses“. Sie führt von Patti Smiths Kindheit und Jugend über ihren Aufbruch nach New York, das Chelsea Hotel und Greenwich Village bis hinein in eine Kunstszene, in der Musik, Literatur, Fotografie und Rebellion kaum voneinander zu trennen waren. Natürlich spielt auch Robert Mapplethorpe eine wichtige Rolle. Ihre intensive Verbindung kennen viele aus „Just Kids“ – hier wird sie in den größeren Zusammenhang von Smiths künstlerischer Entwicklung gestellt.

Patti Smith 100 Seiten Rezension: mehr als die „Godmother of Punk“

Was ich an diesem Band besonders mochte: Patti Smith wird nicht einfach zur „Godmother of Punk“ erklärt und anschließend auf diesen Sockel gestellt. Die Autorinnen zeigen ihre vielen Seiten – ihre Liebe zu Arthur Rimbaud und den Beat Poets, ihre Arbeit als Rockkritikerin, ihre Poesie, ihre Musik, ihre politische Haltung und dieses kompromisslose Bedürfnis, Kunst und Leben miteinander zu verbinden.

Die Stärke der Reclam-Reihe liegt für mich inzwischen genau darin: Sie öffnet Türen. Hinterher weiß man mehr, aber vor allem möchte man weiterlesen, Musik hören und wieder ein Album auflegen. Das ging mir schon bei „beyoncé. 100 Seiten“ von André Boße so.

Fazit zu Patti Smith. 100 Seiten

Nach diesen 100 Seiten möchte ich vor allem eines: wieder zuhören. „Frederick“ an. Laut. Und dieses Gefühl wiederfinden. Ein kompakter, liebevoller Einstieg in das Werk einer Künstlerin, die sich jeder einfachen Einordnung entzieht.

Vielen Dank an den Reclam Verlag für das Rezensionsexemplar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert