Rezension: Die Heldin reist- Doris Dörrie

Die Heldin reist- Doris Dörrie Diogenesverlag

Rezension von Doris Dörries DIE HELDIN REIST

Filmemacherin und Autorin Doris Dörrie hat ein neues Buch veröffentlicht und ich war gespannt! Ich liebe Ihre #kirschblüten Filme und ihre frühen schriftstellerischen Werke habe ich verschlungen vor fast 15, 17 Jahren. Nun also #dieheldinreist! das Buch wurde mir vom @diogenesverlag als #rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt- herzlichen DANK dafür!

Meine Meinung ist davon unbeeinflusst und meine eigene…

Inhalt: „Der Held muss in die weite Welt hinaus und Abenteuer erleben, um ein Held zu werden – und eine Geschichte zu haben. Und was ist mit der Heldin? Doris Dörrie erzählt von drei Reisen – nach San Francisco, nach Japan und nach Marokko – und davon, als Frau in der Welt unterwegs zu sein. Sich dem Ungewissen, Fremden auszusetzen heißt immer auch, den eigenen Ängsten, Abhängigkeiten, Verlusten ins Auge zu sehen. Und dabei zur Heldin der eigenen Geschichte zu werden.“

Die Heldin reist- Doris Dörrie

Meine Meinung: Der  berühmte Schriftsteller Stanislaw Lem hat zwei eng verbundene Zitate hinterlassen, die meine Kurzrezension einleiten sollen: 

»Egal, in welchen Raum sich der Mensch begibt, er nimmt sich immer selber mit«, erkannte Lem; und aus Solaris: »Wir brauchen keine anderen Welten, wir brauchen Spiegel.«

So ging es mir mit diesem Buch. Die Heldin reist, wir bekommen beiläufig viel von der Kultur der drei bereisten Länder mit, denn sie dienen alle als Spiegel der eigenen Haltung, des eigenen Selbstbildes (auch dessen, welches man sich selbst erschaffen hat) der Protagonistin. Die Erlösung der Heldin kommt durch die Erkenntnisse, die ein höheres Lebensalter mit sich bringt gemeinsam mit Weggefährtinnen, oder gespiegelt durch die Begegnung mit vermeintlich jüngeren Egos (wie die junge Frau in Marokko mit ihrem älteren Liebhaber) die durch gnadenlose Selbstentblößung der eigenen Lebenslügen entstehen.

Und auch hier wieder das japanische Onsenbad, in dem die Frauen gereinigt, aber nackt stundenlang sich gegenseitig den sicheren Raum halten und sich durch ihre Schicksale verbinden…  Wie parallel Frauenleben verlaufen können, dass selbst eine moderne  erzogene Frau immer noch den patriarchalischen Strukturen unterliegt – nicht verwunderlich in Marokko, wo Frauen in der Verschleierung eventuell Freiraum finden können, oder im Land der Höflichkeit wie Japan, welches alles seziert und in die kleinsten Bestandteile auflöst-wahrscheinlich als Kontrollmechanismus.

Sondern selbst im modernen Amerika, wo es immer um den DREAM geht- auch beim Frau-Sein, ihrer Sozialisation, ihrer Prägung, die Abhängigkeit von Männern, den Blick von Männern auf Frauen nimmt man als Frau immer mit.

Spannend. Das Buch ist gut zu lesen, sehr vielschichtig, die Heldinnen sind menschlich, das Thema leider immer noch universell- ein wichtiges Buch. 

4/5 Sternen

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